Der Leuchtturm
von Danzig-Neufahrwasser

Zeitball

 

 

Zeitbälle waren im XIX. Jahrhundert Instrumente, die es den Kapitänen der Schiffe ermöglichten, ihre Chronometer genau zu stellen, was damals notwendig für die Schiffahrt war. Der Zeitball von Danzig war der erste an der Ostsee.

Der Leuchtturm von Danzig-Neufahrwasser und der Zeitball, 1894.

 

 


 

 

Er wurde zuerst auf einem speziell für ihn konstruierten hölzernen Turm errichtet, und dann 1894 auf einen hohen Mast über dem Dom des (damals neuen, heute historischen) Leuchtturmes von Neufahrwasser überführt.

Königliche Sternwarte Berlin, XIX. Jahrhundert. Ein telegraphisches Signal aus diesem Observatorium löste jeden Tag um 12:00 Uhr den Fall des Zeitballs auf dem Leuchtturm von Danzig-Neufahrwasser aus.

 

 



 

Er mass 1,5m im Durchmesser und wog 75 Kilo. Jeden Tag kurz vor Mittag wurde er am Mast manuel hochgezogen und dann genau um 12 Uhr, ein telegraphisches Signal aus der Königlichen Sternwarte Berlin folgend, fallen gelassen. Im XIX. Jahrhundert gab es Zeitbälle in allen grossen Häfen der Welt. Der erste wurde 1829 in Portsmouth, der zweite 1833 in Greenwich (England) errichtet. Das von Marconi erfundene Radio ersetzte dann allmählich die Zeitbälle und 1929 wurden sie entfernt.

Der zweite Zeitball der Welt in Greenwich (England), errichtet 1833, rekonstruirt 1919.